Koffeinflash

Jung & elektrisch, angetrieben durch Kaffee & Mate.

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May 8, 2012
by Arne
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Zum (bald) 15 jährigen Albumsjubiläum: The Verve – Urban Hymns (Review)

Ein Spaziergang durch die Städte der Welt, mit dem harten Asphalt auf dem du zerbrichst, wenn du fällst. Und du tanzt und rempelst trotzdem in Umarmung mit den Hymnen, die dir versprechen dich zu fangen, nie wieder loszulassen und dich immer höher tragen. Bis du den Raureif der Wolken spürst und unter dir die Lichter im Nebel verschwimmen um sogleich vom Sternenzelt am Firmament ersetzt zu werden, an dessen Strippen du emporgezogen und als Marionette in die Umlaufbahn katapultiert wirst. Vorbei am Space Child auf einer Odyssee für Sekunden, Stunden oder Dekaden, dem nur die Gewissheit der Endlichkeit Gravitation verleiht, dich langsam wieder gen Bewusstsein zieht und auf den Brettern, die die Welt verleugnen, zurücklässt.

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April 3, 2012
by Arne
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Ein letztes Mal (Part 1)

Ich weiß. Ich bin zwar wieder zurück in Deutschland und das gar nicht mal so unlange (welch neologistisches Sprachtalent), aber um es zu einem runden Ende zu bringen, will ich trotzdem nochmal die letzten Monate runterschreiben. Jedenfalls an was ich mich so erinnere und natürlich auch, weil ich‘s meiner Oma versprochen hab (Hallo Oma!).

Im Prinzip war es die letzten Wochen vor Weihnachten immer das gleiche Lied. Aufstehen, frieren, in der Uni aufwärmen, Zuhause Essen kochen, frieren, Essays schreiben, wieder in der Uni aufwärmen, nach Hause kommen, Breaking Bad gucken und wer hätts gedacht: Frieren! In dieser Zeit hab ich festgestellt, wie entscheidend Temperatur doch fürs Wohlbefinden ist. Wir haben es aber die meiste Zeit mit Galgenhumor genommen und es hat Sabbl und mich definitiv enger zusammengeschweißt.

Einen Lichtblick hatten wir Anfang Dezember dennoch. Sevilla! 3 Stunden dauerte die Fahrt zum Backofen Spaniens und als wir aus dem Bus stiegen, bekamen unsere dermatologischen Rezeptoren ein vorzeitiges Frühlingserwachen: Es war tatsächlich warm! In Sevilla sind es selbst im Winter meist über 15 Grad und wir hatten das komplette Wochenende Glück in Form von strahlendem Sonnenschein mit über 20 Grad. Unsere Pension war etwas außerhalb und nach 30 Minuten Busfahrt und noch längerem Gelatsche und Gefrage standen wir auch endlich in unserem Zimmer. Wir machten es uns bequem und ich fügte dem ganzen noch einen romantischen Akzent hinzu, indem ich die Jealousie hochzog, woraufhin diese auch gleich wieder runtergerasselt kam, sich festklemmte und das Zimmer in kuschlige Dunkelheit tauchte. Nach erfolglosen Reparaturversuchen wurden wir in ein lichtfreundlicheres Zimmer verlegt, machten es uns zum zweiten mal bequem und anschließend an den Wochenendeinkauf, da wir das ganze Wochenende möglichst günstig halten wollten und die Küchenzeile in unserem Zimmer dazu entscheidend beitragen konnte.

Am nächsten Tag ging es dann auf in die Innenstadt. Sevilla besitzt den zweitgrößten (nach dem Kölner) gotischen Dom Europas, der aber eher wuchtig als hoch ist und eine, die mich bis jetzt in Spanien am meisten beeindruckt hat, weitere Sehenswürdigkeit: Der Plaza Espana. Es ist schwer den Anblick zu beschreiben, daher macht euch am besten selbst ein Bild (siehe Foto). Unter anderem war er Kulisse für den einen der (schlechten) neuen Star Wars Teile, wo Anakin und Amidala rumturteln und noch alles tutti ist. Wir waren jedenfalls mehr als geflasht. Alles in allem war das Wochenende in Sevilla sehr entspannt ohne Party (was ja nicht immer sein muss) mit viel laufen und fahren, sowie am Fluss sonnen. Eben dem typischen Tourizeug. Schweren Herzens traten wir Sonntagabend schließlich den Rückweg ins kalte Granada an.

Dort begann unser Tagesrhythmus wieder von vorn, aber es waren auch nur noch ein paar Tage bis ich frodolike meine Reise gen Deutschland antreten sollte. Aus Kostengründen hatte ich nämlich einen Flug gebucht, der erst von Malaga nach Barcelona und 8 Stunden später weiter nach Düsseldorf gehen sollte. Der Reisemarathon wurde schließlich noch insofern potenziert, als ich merkte, dass der erste Bus in Malaga um 8:55 Uhr ankommt, mein Flugzeug aber bereits um 8:50 Uhr abhebt. Lange Rede kurzer Sinn: Ich machte mich den Abend vorher auf den Weg nach Malaga, um dort eine gemütliche Nacht am Flughafen zu verbringen. Zum Glück lernte Arne Beutling dort seinen Gefährten Sam aka Martina kennen. Mit ihr schlug ich mir die Nacht auf zusammengeschobenen Starbucks Sesseln um die Ohren. Sie hatte leider einen Direktflug und nachdem sie mir Durchhaltevermögen gewünscht hatte, verabschiedeten wir uns und ich nahm meinen Flug nach Barcelona.

Aufgrund meiner 8 Stunden Aufenthalt wollte ich die Zeit nutzen und die Stadt erkunden. Nach halbstündiger Fahrt stieg ich am Plaza Espana aus (originellerweise wird anscheinend jeder größere Platz in Spanien Plaza Espana getauft). Dort begab ich mich auf das Dach des Hardrock Cafés, da ich nirgends ein Tourismuszentrum finden konnte in dem es Stadtpläne gab und versuchte mich selbst zu orientieren. Ich erspähte nach einiger Suche die Sagrada Familia, die ich als mein Hauptziel auserkoren hatte, schätzte Pi mal Daumen die Entfernung ab, welche Straße ich runtergehen und ab wann ich abbiegen musste. Joa. Da ich den Orientierungssinn einer Staubmilbe mit ADS habe und mit mittlerweile 34 Stunden Schlafdefizit gesegnet war, war das Denken eher zum Lottospielen geworden und ich hätte mir auch ne Flasche Landwirth hinter die Binde kippen, die Augen verbinden und auf gut Glück lostorkeln können. Das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. In den Tiefen meiner irrational vernebelten Hirnwindungen dachte ich mir jedoch: Oah joa…dett wird schon! Nach 5 km umherirren und Leute nach dem Weg fragen fand ich mich schließlich im arabischen Viertel wieder und bekam langsam Panik gar nicht mehr zum Flughafen zurückzufinden. Durch Glück stieß ich jedoch irgendwann wieder auf die Hauptstraße und ging zurück zum Plaza Espana. Dort erklomm ich den Hügel des benachbarten Parks (dessen Name mir entfallen ist) und machte schließlich doch noch ein Foto von der Kathedrale. Indem ich mein Handyobjektiv an das Fernglas des Aussichtspunkts hielt.

Wieder zurück am Flughafen setzte ich mich an mein Gate und gab mich ganz meiner Schlafentzugsparanoia hin, die mir, sobald ich die Augen schloss, weismachen wollte, dass meine Reisegenossen Gespräche mit mir anfangen, welche ich auch erwiderte. Ob das wirklich war oder nur in Gedanken weiß ich bis heute nicht. Nach tiefgründigem philosophieren über die Frage nach dem Sinn des Lebens des Universums und allem kam doch noch der Aufruf zum Boarding und ich hob nach Düsseldorf ab. Dort angekommen verpasste ich bei -8 Grad und Schneeregen (ich hatte in 4 Monaten bereits vergessen, was wirkliche Kälte ist) noch um 30 Sekunden meinen Zug und durfte weitere 2 Stunden am Flughafenbahnhof warten. Dann, endlich, endlich kam ich gegen 23 Uhr in Bielefeld an und war gegen Mitternacht Zuhause, wo ich weitere 2 Stunden brauchte um runterzukommen von meinem Mammuttrip.

Weihnachten war dann Familie, Fressen, Feierei angesagt bevor es am 29. wieder zurückging. Diesmal glücklicherweise ohne Reisemarathon aber auch mit Zwischenstopp in Zürich. Einen Tag später kam schließlich auch Sabbl an und wir machten uns bereit für unser erstes Silvester im Ausland. Hm ja…Ich merke nach dem Durchlesen gerade, dass es für einen Post eventuell doch etwas viel werden könnte da noch 2 Monate fehlen. Deshalb gibt es den Rest ein wenig später…auch wenn ich gerade nicht genau weiß, wie viel da noch kommt. Bis dahin:

Machets jut!

 

March 31, 2012
by Matthias
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Doppelbett – Kurzfilm

Ich hatte ja hier schon mal angedeutet, dass wir da einen Film in Planung hatten. Der Film ist vor einiger Zeit schon zur Vollendung gekommen, aber wurde hier nie gepostet, deswegen hole ich das jetzt nach.

Persönliche Erkenntnisse beim Film drehen:

  • Filme mit Qualitätsanspruch und ohne Budget machen ist ein anstrengender, nerviger Prozess
  • Mikrofone und Ton sind meist eine H***
  • Storyboards sollte man ernst nehmen
  • Tonaufnahmen sollte man sofort nach Aufnahme prüfen
  • Tonaufnahmen sollte man sofort nach Aufnahme gründlich prüfen und nicht nur an MacBook-Lautsprechern
  • Der Adobe Premiere Projektmanager ist ein Troll und hat das Hobby bei genau 99% Exportvorgang abzustürzen. True Story.

Alles in allem trotzdem eine schöne Erfahrung und es hat sogar zum 1.Platz gereicht.

March 27, 2012
by Franzi
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I thought aliens were shooting me with laser guns.

Semesterferien. Dieser Begriff ist für Geisteswissenschaftler ja generell etwas irreführend, da man durch Hausarbeiten und aufgeschobene Essays mehr zu tun hat als in der Vorlesungszeit – was natürlich niemanden davon abhalten sollte, sich Semester für Semester, Jahr für Jahr, dieselben Dinge für diese wundervollen drei Monate vorzunehmen. Steckt man zusätzlich in einer Quarterlife Crisis scheint permanent stumpfsinnige Feierei ohnehin nicht mehr befriedigend.

Ich persönlich hatte wieder mal geplant einen erfüllenden (Neben)Job zu finden, eine Wohnung in Kopenhagen zu suchen, endlich den theoretischen Segelschein zu machen, ehrenamtlich tätig zu werden, meine Steuererklärung zu schreiben, mehr Sport im Freien zu machen und natürlich zu reisen. Ja, ups. Hat wieder nur Letzteres geklappt und das auch nicht sonderlich weit – ist das zur Verfügung stehende Budget angesichts der kommenden Festivalsaison eher knapp bemessen.

Nachdem ich Anfang der Semesterferien bei arktischen Temperaturen im jährlichen Snowboard-Urlaub war, kam ich zuletzt in den Genuss des milden Seeklimas Irlands. Als bekennender Literatur-Musik-und-Bierliebhaber lautete das Ziel Dublin; Heimat von Guinness, Oscar Wilde, James Joyce, Samuel Beckett und Bono. Da ich nie ohne ein Notizbuch irgendwo hingehe, folgen nun ein paar Eindrücke.

Auffällig: Irische Ampelphasen sind gefühlt die kürzesten der Welt. Bei Grün hört man zusätzlich einen verwirrenden Space-Invader-Sound, der wahlweise Erinnerungen an die 90er oder Alienangriffe weckt.
Uncool: Dass kein einziger Bus pünktlich fährt. Manchmal auch gar nicht. Hält man die Hand nicht raus, fahren sie vorbei. Und ich beschwere mich immer über die bvg.
Wie überall: Treten Spanier auch hier hauptsächlich in lauten Rudeln auf.
Bernd Begemann hat recht: In Städten mit Häfen haben die Menschen noch Hoffnung.
Fakt: Wer jeden Tag circa 8 Stunden durch die Stadt spaziert, darf sich abends auch mal einen Irish Coffee oder Bulmers Cider oder Guinness oder Jameson-Whiskey gönnen. Oder auch zwei oder drei oder… fünf.
Stimmt nicht: Klippenwanderungen sind nur was für Klassenausflüge, die von übermotivierten Lehrerinnen initiiert werden.
Stimmt: Das Klischee mit den Iren und den Pubs. Kein Wunder, bei der Tatsache, dass man an der Bar auch mit Karte zahlen kann.

Noch sind es knapp zwei Wochen bis wieder Seminare anfangen, deren Titel man nicht mal versteht – lang genug für einen Städtetrip. Verschwommene und klare Erinnerungen der Emerald Isle sind wie immer auf folgenden Bildern verewigt:

March 16, 2012
by Matthias
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Würde ich GEZ zahlen, würde ich das vielleicht sogar mal gerne machen.


Wäre ich als Student und Bafögempfänger nicht von der GEZ befreit, so würde ich mich über einige, erfrischende Sendungen von ZDF neo und ZDF kultur schon freuen. Und vielleicht sogar das Gefühl haben, dass mein Geld da richtig angelegt ist und “die” da manchmal schon etwas draus machen.

In nicht allzu ferner Zukunft verstehen “die” dann vielleicht sogar, dass Einschaltquoten (Stichwort Free Rainer [Vorsicht, Grottenfilm, aber die Idee war gut]) als Messinstrument doch nun wirklich ein Witz sind, wenn man online sämtliche Klicks analysieren kann. Bleibt zu hoffen, dass Bambule, Roche und Böhmermann, Herr Eppert sucht  und wie sie alle heißen, von den Einsparungen verschont bleiben.

Und vielleicht ist irgendwann  die Mediathek dann auch mal Usability-freundlich, Meldungen wie “Dieser Ausschnitt ist im Internet nicht verfügbar” oder  ”Diese Sendung darf erst ab 22 Uhr geguckt werden” verschwinden und alle Menschen lassen freundlich die GEZ-Frau oder den GEZ-Mann in ihr Haus. Bis 2013 zur GEZ-Flatrate auf alle Geräte ist ja noch ein bisschen Zeit. Achja, und vielleicht kann ich dann auch mal einen Player in meinen Blog einbinden, um auf diese grandiose Folge Bambule zu verlinken und muss keine blöden Screenshots machen:

November 25, 2011
by Arne
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Lang ists her…

…seit meinem letzten Eintrag und viel ist seitdem passiert. Ich muss nur selbst erstmal meinen Verstand sortieren um alles noch auf die Reihe und richtige Reihenfolge zu bekommen.

Um selbst ein wenig Revue passieren zu lassen, hier ein paar Eigenheiten unserer temporären Landsleute und ihrer Heimat die mir bis jetzt aufgefallen sind:

  • In Spanien gibt es Müllsortierung. Nach Glas, Pappe, Rest. Joa.
  • Die Sortierung und Abholung erfolgt 24/7, vorzugsweise um 2:30 Uhr vor meinem Fenster.
  • Spanische Taxifahrer zocken in ihrer Freizeit gerne Collin McRae Ralley, können Spiel und Wirklichkeit jedoch meist nicht unterscheiden.
  • Erweiterung von Murphys Law: Gas wird immer dann leer, wenn man gerade duscht.
  • Spanische Professoren sind in ihrer Freizeit entweder Speedrapper oder Auktionatoren auf Thunfischmärkten und Treckerverkäufen.
  • Es gibt blassere Menschen in Spanien als mich. Hören vorzugsweise Gothic und sind sehr sehr nett. (Gucken trotzdem komisch wenn man mal wieder Tequila Suicide macht)
  • Bürgersteige werden in der trockensten Region Spaniens grundsätzlich mit dem Wasserschlauch saubergemacht. Straßen mit Chlor oder Flusssäure.
  • In Granada gibt es kein Unkraut zwischen den Fugen.
  • Es gibt tatsächlich Bionade hier. Leider kein Club Mate (nachträgliche Geburtstagssendungen sind gerne willkommen liebe Berliner! )

 

So, die jetzige Abfolge ist aus dem Gedächtnis und daher arnetypisch lückenhaft.

Ein Tag am Strand, noch einmal:

Ende September, oder irgendwann in den letzten 8 Wochen sind wir mit Erasmusleutz am Strand gewesen. Wir dachten eigentlich es wird nen Kulturausflug mit ein wenig Meer. Dafür wurde es viel Meer mit ein wenig Gekletter und Nudisten erschrecken. Der Ort nennt sich Cabo de Gata den wir Samstags gegen halb 1 nach 2 ½ stündiger Fahrt erreichten. Das Meer bzw der Strand war bis jetzt das schönste und sauberste was ich bis dato in Spanien gesehen habe. Was nach Malaga und Malle nicht schwer ist. Der Strand war aber auch so abgelegen, dass er keine Klos oder ähnliches bieten konnte, was mir jedoch relativ egal war, da ich Darmfestivalerprobt bin und für alles andere war das größte Pissoir Südeuropas da. Trotz der relativen Nähe zur Zivilisation sah es aus, als würde man hinter der nächsten Sanddüne Bear Grylls mit angepisstem Shirt um den Kopf beobachten können, wie er sich mit einer Schlangenhaut einen Einlauf verpasst um dem Wasserverlust vorzubeugen. Die richtige Hitze hatte es jedenfalls. Später bestiegen wir mit 50 Mitstudenten noch ein paar Hügel die eher Berge waren und gerne mal 25 m steil auf brandende Gischt trafen. Ich mit H&M Schuhen Sabbl mit 5 Euro Discosandalen. Zwischen den Ausläufern der Küste verbargen sich noch abgelegenere Strände als unserer auf denen sich vorzugsweise Adam und Evas tummelten die eher unerfreut über das Erscheinen einer 50 Mann starken, fotoschießenden Tourigruppe waren. Zumindest verschwanden die meisten ziemlich schnell im Meer um dort ihrer Nacktheit weiter zu fröhnen. Verschwitzt und vollgesalzt trat ich ausversehen ein paar Wassermelonenschößlinge (wie mir zumindest gesagt wurde) kaputt und sammelte einen Kaktussteckling ein, der mittlerweile bei uns auf dem Balkon vergammelt oder wächst.

Das waren unsere letzten freien Tage in Granada. Danach ging die Uni und der Stress los. Viel herumgerenne und sich mit spanisch zutexten lassen. Was verstehen, dann wieder was nicht verstehen, nachfragen, in falsche Kurse laufen (ein A1 Spanischkurs. Perfekt! Dachten wir. Leider läuft das hier etwas anders und A1 heißt soviel wie Spanischunterricht wie es bei uns Deutschunterricht ist.) Also nur spanisch verstehen bzw. nicht verstehen. Nach neuerlichem Anfangsstress besitze ich einen Erasmusausweis mit hässlichem Passbild und die Unterrichtsquintessenz ist nun: Englisch B1, Übersetzung Spanisch – Deutsch (wir Schlingel), Cultura de la lengua espanol (spanische Geschichte von 1936 bis heute. Interessant, aber mit einem Dozenten der sich vorm Unterricht die Backen mit ner Wolldecke ausstopft und nichtmal die Spanier verstehen ihn) und Konsumsoziologie auf spanisch. Hätte schlechter laufen können.

Soviel zur Uni.

Anfang Oktober kam mich dann spontan Basti aka Exmitbewohner aka Deine Mudda  aus Berlin für eine Woche besuchen. Was perfekt passte, da wir am Wochenende unsere WG Einweihungsfeier hatten, die leider schon zu lange her ist als dass ich eine minutiöse Rekonstruktion geben kann. Es war aber lustig. Glaub ich. Am Montag hatte ich dann Geburtstag, der ganz gemütlich mit Sekt und Maggifertigpaketen aus der Heimat (Lieblingseltern :-* ) gefeiert wurde. Unter der Woche hatten wir dann Uni und nachmittags war ich dann mit Basti unter anderem auf der Alhambra, Kaffee trinken, durch Granadas Straßen schlendern, zusammen shoppen, Wasserpfeife rauchen, im Albaycin spazieren und am letzten Abend zusammen essen. Leider wollte er meinen Heiratsantrag nicht annehmen. Wir sind aber immer noch gute Freunde. Nach seiner Abreise ging es dann mit der Uni weiter: Jede Woche 2 Essays auf englisch und spanisch schreiben (Danke Google Translator), sowie spanische Verpackungsbeilagen, Bastelanleitungen und Kaffeevollautomatengebrauchsanleitungen übersetzen (Danke Google Translator #2).

Dann war auch schon Ende Oktober und damit Halloweenzeit. Für 3 Euro erfüllte ich mir meinen Kindheitstraum und ging mit Sabbl als Fee. 3 Tage Verkleidungswochenende lagen vor uns. Samstag verlor ich den Zauberstab, Sonntag verschenkte ich meine Feenfühler(?) und meine Flügel sind nun irgendwie auch entflogen. Egal. Die schönen Erinnerungen und Fotos bleiben.

Am nächsten Wochenende stand schließlich das bereits erwähnte Meeting mit Herrn Waack aka Ryan Davis an. Nach 5 Stunden Busfahrt (für 33 Euro hin und zurück, liebe DB) kamen wir in Spaniens Hauptstadt an und fanden tatsächlich auf Anhieb Bastis Hotel, wenn man davon absieht, dass wir erst im Hotel gegenüber im obersten Stock standen (die sahen aber auch fast gleich aus). Da wir uns vorher bei Lidl mit Oliven, Baguette und Martini eingedeckt hatten konnten wir gemütlich essen, trinken und über die Liebe und das Leben philosophieren, bevor dann ein paar spanische Peppnasen zum Club fuhren. Freier Eintritt, VIP, Backstage, frei trinken und zusammen labern und Spaß haben um gegen 3 einen Schuss Ryan Davis in die Venen und Magengruben gedrückt zu bekommen. Wenn das Leben nur immer so wär.

Am nächsten Tag flog Basti weiter nach Venedig und Sabbl und ich besichtigten die königliche Stadt für weitere 2 Tage bevor es wieder zurück in unsere temporäre Heimat ging.

Das nächste Highlight war Sabbl’s Geburtstag bei dem es leckeren selbstgemachten Kartoffelsalat und Glühwein gab und einen lustigen Abend im Mae West, was ein Pendant zum Fun Parc ist aber mit Gehirn aus und Spaß an geht alles!

Letztes Wochenende wurde ein Versuch gestartet die heißen Quellen von Granada zu suchen, die als solcher Supertopsecretgeheimtipp gelten, dass sie selbst nicht genau wissen ob sie existieren. Aber ich kann nur bestätigen: Kein Plan. Nachdem wir Freitagabends mit dem Mietwagen von Chris in einen Vorort von Granada gefahren waren wo sie vermutet wurden und eine Oma, zwei Tankwarte und eine Truckernutte nach dem Weg gefragt hatten fanden wir uns auf einem Feldweg wieder der durch Granadas Olivenhaine führte. Nachdem Francisco selbstbewusst verlauten ließ, dass wir jetzt links fahren müssen, weil er schon einmal da gewesen war, tauschten wir den Feldweg mit offenem Acker und bretterten nun durch die Dunkelheit vorbei an Olivenbäumen und Sträuchern, sowie tennisballgroßen Steinen, die unsere Karosserie umschmeichelten. Nach etwa 15 Minuten kamen wir schließlich wieder an einem Feldweg an, der zum Abhang wurde, den man eher als Schlucht bezeichnen konnte. Da wir genug Episoden Notruf gesehen hatten, um das Ende des Trips absehen zu können, traten wir den Rückweg an, um uns nach weiteren 15 Minuten bewusst zu werden, dass Olivenbäume und Sträucher alle ziemlich gleich aussehen und keine besondere Prägnanz aufweisen um den Weg zurück zu finden. Aus 15 Minuten Ackergepladder wurden 60 und die Stimmung gedrückter, bis unsere französische Begleiterin eine kompasstische Eingebung bekam und „izquierda!“ rief. Tada! Schon waren wir zurück auf dem alten Feldweg und voll Genugtuung das erfolgreiche Ende des Trips betreffend auf dem Rückweg nach Granada.

Danach begann der Unistress von vorne, der aber nun erstmal ein vorzeitiges Ende hat, da wir die ganzen letzten und besonders diese Woche fleißig waren und uns das Wochenende mehr als verdient haben. Jetzt sitze ich hier mit Wolldecke im Wohnzimmer, da unsere Wohnung es schafft drinnen kalter zu sein als es draußen ist und in meinem Zimmer der Putz runterkommt, weil unsere Nachbarin von oben nen Wasserschaden hat. Welch herrliches Leben. Zumindest haben wir Gasreserven sodass wir erstmal nicht mit 12 Grad kaltem Wasser duschen müssen. Heute Abend geht’s auf ne WG Party und morgen gönne ich mir eventuell Blasen und Schneeblindheit auf einer Wanderung durch die Sierra Nevada.

Alles wird perfekt.

P.S.Die Fotos sind unsortiert und ich wollte niemanden mit zuviel erschlagen. Beim nächsten mal kommen also mehr (unsortierte) hinzu.

November 2, 2011
by Matthias
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Short movie in progress…

Dominik, Patrick, Alex und meine Wenigkeit sind derzeit hauptsächlich damit beschäftigt, unseren Kurzfilm für die Videoexpo 2011 fertig zu bekommen(Deswegen gibt es hier zur Zeit auch wenig Content, blabla, Ausrede, blabla ;) ). Immerhin hat uns die Uni die Möglichkeit gegeben, uns an einer JVC HM 100 auszuprobieren. Im Vorfeld unserer Filmplanung sind wir dabei über diesen Kurzfilm gestolpert, den ich jetzt mal mit euch teilen möchte:

Der Aufreißer von Steffen Weinert

October 26, 2011
by Matthias
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Experimente um gut in den Tag zu kommen:

“We launched this experiment to study the behavior of children when faced with an uneven reality. To share or not to share? ?”

Wer noch nicht genug hat, hier das (schon etwas ältere) Marshmallow Experiment.

[ via Steffen Jany, der heute übrigens in Magdeburg bei der Eröffnung von Benutzeroberfläche STADT vertreten ist ]